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Manifest für den Schweizer Frauenfussball

Fussball war ein von Männern geführter «reiner» Männersport. Heute nicht mehr. Immer mehr junge Frauen üben den Sport aus. Als Breitensport. Aber auch als Spitzensport, wie er in den oberen Ligen und in den Nationalteams betrieben wird. Die Rahmenbedingungen für die derzeit rund 31’000 Fussballerinnen hinken jenen der Männer weit hinterher. Die Integration von Frauen in die Fussball-Strukturen ebenfalls.
Mit diesem Manifest machen wir auf die Ungleichbehandlung des Frauenfussballs aufmerksam und weisen auf den Nutzen von mehr Frauen im Fussball hin. Und wir stellen und unterstützen folgende

Forderungen:

  • Fussballerinnen werden über ihre Leistung und nicht über ihr Äusseres definiert und werden weder auf sexualisierte Darstellungen reduziert noch in ihrer Bedeutung marginalisiert. (Diese Forderung entspricht jener von „Helvetia rennt“.)
  • Fussballerinnen der Super League erhalten in einem ersten Schritt «Nicht-Amateur-Verträge» mit einer adäquaten Entschädigung und Unterstützung bei Schul- /Ausbildungs-/Arbeitslösungen.
  • Super-League-Frauenteams erhalten in einem ersten Schritt in ihren Vereinen ein Budget, das ein professionelles Führen eines solchen Teams ermöglicht, mit der nötigen Entschädigung für Spielerinnen und Umfeld.
  • Der SFV investiert deutlich mehr als bisher in den Frauenfussball als Breitensport. Und er fördert, unterstützt und honoriert die Frauennationalteams im gleichen Umfang, wie er es bei den Männernationalmannschaften tut.
  • Ideen und Konzepte für halb- oder voll-professionelle Karrieren für Fussballerinnen sind umzusetzen.
  • Firmen und private Sponsoren schliessen mit Frauen die gleichen Sponsoring- und Ausrüstungs-Verträge ab, wie mit Männern.
  • Medien berichten über Frauenfussball in gleichem Umgang, wie sie es über den Männerfussball tun.
  • Medien- und Werbeauftritte von Fussballerinnen und Fussballern werden gleich entschädigt.
  • Fussballerinnen haben das gleiche Anrecht auf medizinische Betreuung wie ihre männlichen Kollegen.
  • Trainer*innen und Staff von Frauenteams müssen über die gleichen Mittel und Standards verfügen, wie jene von Männermannschaften.
  • Eine deutlich verstärkte Mitwirkung von Frauen in allen (Entscheidungs-) Gremien und Funktionen, tut dem Männerfussball gut – und umgekehrt.

Dieses Manifest ist auch ein Zeichen der Solidarität mit allen Sportlerinnen, die für ihre Sportart gleiche oder ähnliche Forderungen erheben

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